Die Untersuchung basiert auf einer qualitativen Analyse ausgewählter Interviews aus Anne Bettens Israel-Korpus 1. Generation (Betten 1995). Es handelt sich um narrative Interviews, in denen die interviewten deutschstämmigen Israelis ihre Lebensgeschichte narrativ rekonstruieren. Mein Ausgangspunkt dabei ist das Konzept des “vielstimmigen Sprechers” (Bachtin 1979), bei dem sowohl verschiedene Facetten des eigenen Selbst (vgl. Hermans/Kempen 1993; Schwitalla 2009) wie andere Sprecherquellen zusammenkommen. Dies geschieht z.T. durch die mit Redewiedergabe wiedergegebenen Dialoge als auch durch den Gebrauch von Personalpronomina, durch die verschiedene Referenzräume des Ichs angegeben werden (vgl. Betten 2007). Beides dient den Sprecherinnen und Sprechern als Instrumente der Selbstmodellierung und –positionierung (Bamberg 2005).
Thune E. (2010). Erzählerindentität im Interviewkorpus "Emigrantendeutsch in Israel". HELSINKI : Mémoires de la Societé Néophilologique de Helsinki.
Erzählerindentität im Interviewkorpus "Emigrantendeutsch in Israel"
THUNE, EVA-MARIA CHRISTINA CHARLOTTE
2010
Abstract
Die Untersuchung basiert auf einer qualitativen Analyse ausgewählter Interviews aus Anne Bettens Israel-Korpus 1. Generation (Betten 1995). Es handelt sich um narrative Interviews, in denen die interviewten deutschstämmigen Israelis ihre Lebensgeschichte narrativ rekonstruieren. Mein Ausgangspunkt dabei ist das Konzept des “vielstimmigen Sprechers” (Bachtin 1979), bei dem sowohl verschiedene Facetten des eigenen Selbst (vgl. Hermans/Kempen 1993; Schwitalla 2009) wie andere Sprecherquellen zusammenkommen. Dies geschieht z.T. durch die mit Redewiedergabe wiedergegebenen Dialoge als auch durch den Gebrauch von Personalpronomina, durch die verschiedene Referenzräume des Ichs angegeben werden (vgl. Betten 2007). Beides dient den Sprecherinnen und Sprechern als Instrumente der Selbstmodellierung und –positionierung (Bamberg 2005).I documenti in IRIS sono protetti da copyright e tutti i diritti sono riservati, salvo diversa indicazione.