In vorl. Sammelband (zurückgehend auf eine Online stattgefundene Tagung 2021) wird analysiert, wie politische Positionierungen in Sprache und Gesellschaft entstehen, ausgehandelt, stabilisiert oder umgedeutet werden. Es zeigt, dass diese Praktiken nicht nur in öffentlichen Debatten, sondern auch im Alltag durch vielfältige sprachliche Handlungen erfolgen und soziale Ordnungen beeinflussen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sprache aktiv an der Konstruktion gesellschaftlicher Wirklichkeiten beteiligt ist. Positionierungen sind eng mit Macht, Identität und Normen verbunden und tragen dazu bei, soziale Rollen und Zugehörigkeiten zu formen oder abzugrenzen. Das Buch präsentiert methodische Ansätze, um diese Prozesse systematisch zu erfassen, und betont, dass sprachliche Praktiken gesellschaftliche Strukturen widerspiegeln und mitgestalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Diskursen in der Stabilisierung oder Hinterfragung gesellschaftlicher Normen. Das Buch analysiert, wie Medien, politische Reden und Alltagsgespräche gesellschaftliche Werte widerspiegeln und beeinflussen. Es zeigt auch, wie sich gesellschaftliche Positionierungen in historischen Kontexten, etwa im Nationalsozialismus, vollzogen haben und welche Bedeutung Sprache dabei spielte. Besonders wird die strategische Nutzung von Sprache im politischen Alltag beleuchtet, etwa bei Wahlen oder in Parlamenten sowie in öffentlichen Medien. Hier wird deutlich, wie Sprache Machtverhältnisse formt und gesellschaftliche Zugehörigkeiten steuert. Abschließend behandelt das Werk die Konstruktion nationaler Identitäten und rassistischer Diskurse, wobei Sprache als zentrales Werkzeug zur Stabilisierung oder Hinterfragung gesellschaftlicher Zugehörigkeiten sichtbar wird. Insgesamt bietet der Sammelband eine interdisziplinäre Analyse, die die enge Verbindung zwischen Sprache, Gesellschaft und Politik verdeutlicht. Es ist eine wertvolle Ressource für Wissenschaftler, Studierende und alle, die gesellschaftliche Machtverhältnisse und die Rolle der Sprache verstehen möchten.

Moraldo, S.M. (2025). Politisches Positionieren. Sprachliche und soziale Praktiken. Hrsg. von Mark Dang-Anh. Heidelberg Akademie der Wissenschaften. Heidelberg: Winter 2023 (Akademie-Konferenzen; 33). GERMANISTIK, 66(1-2), 63-63.

Politisches Positionieren. Sprachliche und soziale Praktiken. Hrsg. von Mark Dang-Anh. Heidelberg Akademie der Wissenschaften. Heidelberg: Winter 2023 (Akademie-Konferenzen; 33)

Sandro M. Moraldo
2025

Abstract

In vorl. Sammelband (zurückgehend auf eine Online stattgefundene Tagung 2021) wird analysiert, wie politische Positionierungen in Sprache und Gesellschaft entstehen, ausgehandelt, stabilisiert oder umgedeutet werden. Es zeigt, dass diese Praktiken nicht nur in öffentlichen Debatten, sondern auch im Alltag durch vielfältige sprachliche Handlungen erfolgen und soziale Ordnungen beeinflussen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sprache aktiv an der Konstruktion gesellschaftlicher Wirklichkeiten beteiligt ist. Positionierungen sind eng mit Macht, Identität und Normen verbunden und tragen dazu bei, soziale Rollen und Zugehörigkeiten zu formen oder abzugrenzen. Das Buch präsentiert methodische Ansätze, um diese Prozesse systematisch zu erfassen, und betont, dass sprachliche Praktiken gesellschaftliche Strukturen widerspiegeln und mitgestalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Diskursen in der Stabilisierung oder Hinterfragung gesellschaftlicher Normen. Das Buch analysiert, wie Medien, politische Reden und Alltagsgespräche gesellschaftliche Werte widerspiegeln und beeinflussen. Es zeigt auch, wie sich gesellschaftliche Positionierungen in historischen Kontexten, etwa im Nationalsozialismus, vollzogen haben und welche Bedeutung Sprache dabei spielte. Besonders wird die strategische Nutzung von Sprache im politischen Alltag beleuchtet, etwa bei Wahlen oder in Parlamenten sowie in öffentlichen Medien. Hier wird deutlich, wie Sprache Machtverhältnisse formt und gesellschaftliche Zugehörigkeiten steuert. Abschließend behandelt das Werk die Konstruktion nationaler Identitäten und rassistischer Diskurse, wobei Sprache als zentrales Werkzeug zur Stabilisierung oder Hinterfragung gesellschaftlicher Zugehörigkeiten sichtbar wird. Insgesamt bietet der Sammelband eine interdisziplinäre Analyse, die die enge Verbindung zwischen Sprache, Gesellschaft und Politik verdeutlicht. Es ist eine wertvolle Ressource für Wissenschaftler, Studierende und alle, die gesellschaftliche Machtverhältnisse und die Rolle der Sprache verstehen möchten.
2025
Moraldo, S.M. (2025). Politisches Positionieren. Sprachliche und soziale Praktiken. Hrsg. von Mark Dang-Anh. Heidelberg Akademie der Wissenschaften. Heidelberg: Winter 2023 (Akademie-Konferenzen; 33). GERMANISTIK, 66(1-2), 63-63.
Moraldo, Sandro M.
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