Im Rahmen des Projekts zwischen italienischen und deutschen Linguist*innen und Studierenden des Faches soll ein dringendes gesellschaftliches Problem, das in Deutschland und Italien gleichermaßen ungelöst ist, linguistisch analysiert werden. Es geht dabei um die Frage, wie gesellschaftliches Wissen und moralische Positionierungen in den beiden Ländern auf verschiedene Weise versprachlicht und öffentlich diskutiert werden. Mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine haben sich Gewissheiten in Europa verschoben. So schien in den letzten 50 Jahren ein Krieg zwar nicht undenkbar, aber doch sehr unwahrscheinlich. Diese Situation hat sich mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine grundlegend verändert. Dies spiegelt sich auch im öffentlichen Diskurs in Deutschland und Italien wider. Nicht nur, dass eine intensive Diskussion pro und contra Waffenlieferungen geführt wird, sondern es wird auch eine Metadiskussion geführt, die sich darum dreht, inwieweit Positionen, die bislang als unverrückbar galten, nun in Windeseile aufgegeben bzw. ihr Gegenteil verkehrt werden. Das geplante Projekt zielt darauf ab, die öffentlichen Diskussionen in Italien und Deutschland, die sich auf den Krieg in der Ukraine beziehen, im Hinblick auf die verwendete Lexik und argumentative Muster sowie Textsorten zu analysieren, um Aufschluss über Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Bearbeitung gesellschaftlich drängender Fragen in beiden Ländern zu erhalten.

Diskurse über Krieg und Frieden in Europa

Sandro M. Moraldo
2023

Abstract

Im Rahmen des Projekts zwischen italienischen und deutschen Linguist*innen und Studierenden des Faches soll ein dringendes gesellschaftliches Problem, das in Deutschland und Italien gleichermaßen ungelöst ist, linguistisch analysiert werden. Es geht dabei um die Frage, wie gesellschaftliches Wissen und moralische Positionierungen in den beiden Ländern auf verschiedene Weise versprachlicht und öffentlich diskutiert werden. Mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine haben sich Gewissheiten in Europa verschoben. So schien in den letzten 50 Jahren ein Krieg zwar nicht undenkbar, aber doch sehr unwahrscheinlich. Diese Situation hat sich mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine grundlegend verändert. Dies spiegelt sich auch im öffentlichen Diskurs in Deutschland und Italien wider. Nicht nur, dass eine intensive Diskussion pro und contra Waffenlieferungen geführt wird, sondern es wird auch eine Metadiskussion geführt, die sich darum dreht, inwieweit Positionen, die bislang als unverrückbar galten, nun in Windeseile aufgegeben bzw. ihr Gegenteil verkehrt werden. Das geplante Projekt zielt darauf ab, die öffentlichen Diskussionen in Italien und Deutschland, die sich auf den Krieg in der Ukraine beziehen, im Hinblick auf die verwendete Lexik und argumentative Muster sowie Textsorten zu analysieren, um Aufschluss über Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Bearbeitung gesellschaftlich drängender Fragen in beiden Ländern zu erhalten.
2022
Prof. Dr. Thomas Niehr (RWTH Aachen), Sandro M. Moraldo
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