Mit einer Laufzeit von zwei Jahren startete am 1. März 2021 das europäische QuILL-Projekt. Enden wird es am 28. Februar 2023. Zielsetzung ist es zum einen, Sprachdozent*innen an höheren Bildungsinstitutionen, Fachhochschulen und Universitäten, eine Datenbank für digitale, computergestützte multimediale Lehr- und Lernhilfen bereitzustellen, die im Unterricht erprobt und evaluiert wurden, wie man zum anderen diese Sprachlehrmaterialien im Unterricht implementiert und effektiv einsetzt und nicht zuletzt, wie man neue, auf digitalen Technologien basierende Lehrquellen für den Sprachunterricht erstellt. Das Akronym QuILL steht dabei für Qualitty in Language Learning. (cfr. Abb. 1). Finanziert wird es von der Europäischen Kommission über die portugiesische Nationalagentur für das Erasmus+ Programm und dort unter der Projektnummer 2020-1-PT01-KA226-HE-094809 geführt. Der Grundgedanke des Projekts basiert auf der Überzeugung, dass im Zuge der fortschreitenden Globalisierung und der damit einhergehenden zunehmenden Mobilität auch innerhalb der EU-Mitgliedstaaten sich Bildung und Ausbildung an die Herausforderungen und Chancen einer solchen umwälzenden Veränderung stellen müss(t)en. In diesem Sinne hat die Empfehlung des Rates vom 22. Mai 2019 zu einem umfassenden Ansatz für das Lehren und Lernen von Sprachen (2019/C 189/03) aufgerufen. “Language skills“, so der Europäische Rat, “are at the heart of the ambitious vision to create a European Education Area.” Die Fähigkeit, Fremdsprachen zu sprechen, sei “not only a skill needed for studying abroad, but also on increasingly international job markets.” Und dennoch würden Studien zeigen, “that EU Member States are not progressing fast enough towards the goal that every European should be able to speak two foreign languages from an early age, set as part of the vision to create a European Education Area.” Nicht zuletzt sei es auch aufgrund der Zuwanderung von Studierenden aus Drittländern in die EU wichtig „to ensure that multilingualism is central to the European project.” Hier setzt QuILL an, denn es will sich in die Debatte über die Zukunft der Fremdsprachenausbildung, insbesondere von Fachsprachen einbringen. Gerade die unter Punkt 6 aufgelistete Empfehlung des Rates, nämlich „die Forschung zu innovativen, inklusionsorientierten, mehrsprachigen Didaktiken voranzubringen und ihre Nutzung zu empfehlen, beispielsweise die Nutzung von digitalen Instrumenten, Verständnisbrücken und fremdsprachlichem Fachunterricht (integriertes Lernen von Inhalten und Sprache) und die Erstausbildung der Lehrkräfte zu erneuern“, steht im Fokus des transnationalen Projektes. Es versteht sich – in Ergänzung zur RELANG-Initiative des Europäischen Rates – als ein weiterer Schritt in Richtung europäischer wie globaler Mehrsprachigkeit.

QuILL: Quality in Language Learning – Globale Zielsetzungen eines EU-Projektes und die Rolle von Fachsprachen im Deutschen

Moraldo, Sandro M.
2021

Abstract

Mit einer Laufzeit von zwei Jahren startete am 1. März 2021 das europäische QuILL-Projekt. Enden wird es am 28. Februar 2023. Zielsetzung ist es zum einen, Sprachdozent*innen an höheren Bildungsinstitutionen, Fachhochschulen und Universitäten, eine Datenbank für digitale, computergestützte multimediale Lehr- und Lernhilfen bereitzustellen, die im Unterricht erprobt und evaluiert wurden, wie man zum anderen diese Sprachlehrmaterialien im Unterricht implementiert und effektiv einsetzt und nicht zuletzt, wie man neue, auf digitalen Technologien basierende Lehrquellen für den Sprachunterricht erstellt. Das Akronym QuILL steht dabei für Qualitty in Language Learning. (cfr. Abb. 1). Finanziert wird es von der Europäischen Kommission über die portugiesische Nationalagentur für das Erasmus+ Programm und dort unter der Projektnummer 2020-1-PT01-KA226-HE-094809 geführt. Der Grundgedanke des Projekts basiert auf der Überzeugung, dass im Zuge der fortschreitenden Globalisierung und der damit einhergehenden zunehmenden Mobilität auch innerhalb der EU-Mitgliedstaaten sich Bildung und Ausbildung an die Herausforderungen und Chancen einer solchen umwälzenden Veränderung stellen müss(t)en. In diesem Sinne hat die Empfehlung des Rates vom 22. Mai 2019 zu einem umfassenden Ansatz für das Lehren und Lernen von Sprachen (2019/C 189/03) aufgerufen. “Language skills“, so der Europäische Rat, “are at the heart of the ambitious vision to create a European Education Area.” Die Fähigkeit, Fremdsprachen zu sprechen, sei “not only a skill needed for studying abroad, but also on increasingly international job markets.” Und dennoch würden Studien zeigen, “that EU Member States are not progressing fast enough towards the goal that every European should be able to speak two foreign languages from an early age, set as part of the vision to create a European Education Area.” Nicht zuletzt sei es auch aufgrund der Zuwanderung von Studierenden aus Drittländern in die EU wichtig „to ensure that multilingualism is central to the European project.” Hier setzt QuILL an, denn es will sich in die Debatte über die Zukunft der Fremdsprachenausbildung, insbesondere von Fachsprachen einbringen. Gerade die unter Punkt 6 aufgelistete Empfehlung des Rates, nämlich „die Forschung zu innovativen, inklusionsorientierten, mehrsprachigen Didaktiken voranzubringen und ihre Nutzung zu empfehlen, beispielsweise die Nutzung von digitalen Instrumenten, Verständnisbrücken und fremdsprachlichem Fachunterricht (integriertes Lernen von Inhalten und Sprache) und die Erstausbildung der Lehrkräfte zu erneuern“, steht im Fokus des transnationalen Projektes. Es versteht sich – in Ergänzung zur RELANG-Initiative des Europäischen Rates – als ein weiterer Schritt in Richtung europäischer wie globaler Mehrsprachigkeit.
Sandro M. Moraldo
203
210
Moraldo, Sandro M.
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