Thune (2021). Sprache, Identität und Erinnerung - Sprachbiographische Untersuchungen italienischer StudentInnen. Zur Einführung. Bologna : CeSLiC [10.6092/unibo/amsacta/6700].
Sprache, Identität und Erinnerung - Sprachbiographische Untersuchungen italienischer StudentInnen. Zur Einführung
Thune
2021
Abstract
Sprachbiographische Ansätze haben in der angewandten Linguistik immer mehr an Bedeutung gewonnen (vgl. Franceschini 2010, Busch 2013, Thoma 2018). Diese Entwicklung wurde durch das Erleben von Diversität und Mehrsprachigkeit in vielen Gesellschaften mitausgelöst, die sich durch Migrationsprozesse zunehmend verändern (vgl. Stevenson 2019). Biographische Ansätze bieten die Möglichkeit einer Perspektiveröffnung (Pavlenko 2007): Durch multimodale Narrationen und nonverbale Ausdrucksformen können Individuen eine Binnenperspektive auf soziale Prozesse im Kontext von sprachlicher Heterogenität gewinnen. Während es dabei auf der einen Seite um die Rekonstruktion des individuellen Sprachrepertoires geht, wird auf der anderen Seite deutlich, wie Sprecherinnen und Sprecher ihr sprachliches Handeln im gesellschaftlichen Kontext erleben (vgl. dazu den Begriff „Spracherleben“ Busch 2013).File in questo prodotto:
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