Mittels einer quantitativen Analyse von Textnachrichten im Instant-Messaging-Dienst WhatsApp (Kap. 2) soll zuerst das Datenmaterial in Bezug auf obwohl numerisch erhoben werden. Die gewonnenen Daten werden im Anschluss daran statistisch verarbeitet, um das Distributionsverhältnis möglicher verschiedener Verwendungsweisen von obwohl zu erfassen (Kap. 3). Der Einblick in den empirischen Sachverhalt erlaubt dann mittels einer qualitativen Analyse, die „polyfunktionalen Eigenschaften“ (Freywald 2018) von obwohl im jeweiligen Kontext zu definieren. Die Schwierigkeit bei der Erhebung des Datenmaterials besteht in diesem Falle allerdings darin, dass der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp – im Unterschied etwa zu X (früher Twitter) – keine öffentlich zugängliche Kommunikationsplattform ist, auf der man ungehindert (nicht nur) auf Textnachrichten zugreifen könnte. Vielmehr findet der Austausch u. a. von Mitteilungen, Kontaktdaten, verlinkten Querverweisen, Bild-, Video- und Audio-Dateien zwischen zwei oder mehr Personen im geschlossenen Raum statt. Um daher valide und verwertbare Daten erheben zu können, erfolgt die Recherche und das Sammeln relevanter Informationen zu obwohl über die Datenbank Mobile Communication Database 2 (MoCoDa 2). Datenbanken wie MoCoDa 2 haben sowohl ein „didaktisch-pädagogisches“ als auch „unterrichtsmethodisches Potenzial“, denn sie bieten u.a. „interessante und neue Zugänge für die Sprachbeschreibung“ und die Entwicklung „von Lehr- und Unterrichtsmaterialien sowie für die Anwendung und Unterrichtspraxis“ (Flinz et al. 2021). Im Zuge der Kultur der Digitalität (Stadler 2016), „die althergebrachte Kommunikationspraktiken regelrecht revolutioniert“ hat (Moraldo 2004), will die Arbeit nicht zuletzt bei der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen das Bewusstsein für einen nachhaltigen Einsatz neumedialer Kommunikationsformen im DaF-Unterricht schärfen. In Kap. 4 wird dann für eine Parallelisierung der Behandlung von Konzessiv- und Korrektivsätzen (vgl. zum Be¬griff Moraldo 2012b) im DaF-Unterricht plädiert, die anhand von ‚getippten Dialogen‘ (Dürscheid/Brommer 2009) aus MoCoDa 2 durchgeführt werden kann. Abgeschlossen wird mit einem Fazit (Kap. 5).
Moraldo, S.M. (2026). „Obwohl ich das jetzt auch nicht soo schlecht finde“ vs. „Obwohl, ne. Dann bleibt die Tür zu.“ Konzessiv- und Korrektivsätze auf WhatsApp im DaF-Unterricht. Berlin · Bruxelles · Chennai · Lausanne · New York · Oxford : Peter Lang [10.3726/b23117].
„Obwohl ich das jetzt auch nicht soo schlecht finde“ vs. „Obwohl, ne. Dann bleibt die Tür zu.“ Konzessiv- und Korrektivsätze auf WhatsApp im DaF-Unterricht
Sandro M. Moraldo
2026
Abstract
Mittels einer quantitativen Analyse von Textnachrichten im Instant-Messaging-Dienst WhatsApp (Kap. 2) soll zuerst das Datenmaterial in Bezug auf obwohl numerisch erhoben werden. Die gewonnenen Daten werden im Anschluss daran statistisch verarbeitet, um das Distributionsverhältnis möglicher verschiedener Verwendungsweisen von obwohl zu erfassen (Kap. 3). Der Einblick in den empirischen Sachverhalt erlaubt dann mittels einer qualitativen Analyse, die „polyfunktionalen Eigenschaften“ (Freywald 2018) von obwohl im jeweiligen Kontext zu definieren. Die Schwierigkeit bei der Erhebung des Datenmaterials besteht in diesem Falle allerdings darin, dass der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp – im Unterschied etwa zu X (früher Twitter) – keine öffentlich zugängliche Kommunikationsplattform ist, auf der man ungehindert (nicht nur) auf Textnachrichten zugreifen könnte. Vielmehr findet der Austausch u. a. von Mitteilungen, Kontaktdaten, verlinkten Querverweisen, Bild-, Video- und Audio-Dateien zwischen zwei oder mehr Personen im geschlossenen Raum statt. Um daher valide und verwertbare Daten erheben zu können, erfolgt die Recherche und das Sammeln relevanter Informationen zu obwohl über die Datenbank Mobile Communication Database 2 (MoCoDa 2). Datenbanken wie MoCoDa 2 haben sowohl ein „didaktisch-pädagogisches“ als auch „unterrichtsmethodisches Potenzial“, denn sie bieten u.a. „interessante und neue Zugänge für die Sprachbeschreibung“ und die Entwicklung „von Lehr- und Unterrichtsmaterialien sowie für die Anwendung und Unterrichtspraxis“ (Flinz et al. 2021). Im Zuge der Kultur der Digitalität (Stadler 2016), „die althergebrachte Kommunikationspraktiken regelrecht revolutioniert“ hat (Moraldo 2004), will die Arbeit nicht zuletzt bei der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen das Bewusstsein für einen nachhaltigen Einsatz neumedialer Kommunikationsformen im DaF-Unterricht schärfen. In Kap. 4 wird dann für eine Parallelisierung der Behandlung von Konzessiv- und Korrektivsätzen (vgl. zum Be¬griff Moraldo 2012b) im DaF-Unterricht plädiert, die anhand von ‚getippten Dialogen‘ (Dürscheid/Brommer 2009) aus MoCoDa 2 durchgeführt werden kann. Abgeschlossen wird mit einem Fazit (Kap. 5).I documenti in IRIS sono protetti da copyright e tutti i diritti sono riservati, salvo diversa indicazione.



