Alltagsgespräche entstehen aus dem dialogischen, spontanen Zusammenwirken mindestens zweier Menschen, literarische Gespräche werden dagegen von einer schreibenden Person für ein anonymes Publikum konzipiert. Dabei benutzt die AutorIn in dieser fingierten Mündlichkeit stilistisch oft unterschiedliche Elemente der gesprochenen Sprache und des kommunikativen Handelns. Dieser Bereich der fingierten Mündlichkeit ist mehrfach Gegenstand der linguistischen Forschung gewesen . Ziel meiner Überlegungen ist es, zwei Dialogstellen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur unter dem Gesichtspunkt der Gesprächsorganisation zu beleuchten (Die Beispiele entsammen: Alexander Kluge, Übergabe des Kindes; Sven Regener, Herr Lehmann). Es geht nicht um Qualitätsmerkmale für gute oder schlechte Literatur, sondern darum, mithilfe der Kriterien der Gesprächsanalyse die literarischen Dialoge zu beschreiben. Eine sich dabei anschließende Frage ist, ob sich spezielle Strategien der Fiktionalisierung in den Beispielen erkennen lassen.

Stilmerkmale dialogischer Figurenrede. Was die Dialoganalyse dazu sagen kann

THUNE, EVA-MARIA CHRISTINA CHARLOTTE
2010

Abstract

Alltagsgespräche entstehen aus dem dialogischen, spontanen Zusammenwirken mindestens zweier Menschen, literarische Gespräche werden dagegen von einer schreibenden Person für ein anonymes Publikum konzipiert. Dabei benutzt die AutorIn in dieser fingierten Mündlichkeit stilistisch oft unterschiedliche Elemente der gesprochenen Sprache und des kommunikativen Handelns. Dieser Bereich der fingierten Mündlichkeit ist mehrfach Gegenstand der linguistischen Forschung gewesen . Ziel meiner Überlegungen ist es, zwei Dialogstellen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur unter dem Gesichtspunkt der Gesprächsorganisation zu beleuchten (Die Beispiele entsammen: Alexander Kluge, Übergabe des Kindes; Sven Regener, Herr Lehmann). Es geht nicht um Qualitätsmerkmale für gute oder schlechte Literatur, sondern darum, mithilfe der Kriterien der Gesprächsanalyse die literarischen Dialoge zu beschreiben. Eine sich dabei anschließende Frage ist, ob sich spezielle Strategien der Fiktionalisierung in den Beispielen erkennen lassen.
Text und Stil im Kulturvergleich. Pisaner Fachtagung 2009 zu interkulturellen Wegen Germanistischer Kooperation
333
348
E. Thune
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Utilizza questo identificativo per citare o creare un link a questo documento: https://hdl.handle.net/11585/102045
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