Die geplante DAAD-Alumniveranstaltung «Die nationale und internationale Stellung der deutschen Sprache» am 12. und 13. November 2010 in Mailand flankiert die jüngst vom Auswärtigen Amt gestartete Kampagne «Deutsch – Sprache der Ideen», der es unter anderem auch darum geht, so Guido Westerwelle, «den seit langem zu beobachtenden Abwärtstrend der deutschen Sprache im internationalen Vergleich zu stoppen». Ist die Vielfalt von Sprachen und Kulturen in der Gesellschaft erklärtes Ziel der Europäischen Union, so bedarf die italienische Fremdsprachenpolitik einiger Korrekturen. Kommt der Stein des monolingualen Fremdsprachenunterrichts erst einmal ins Rollen, würde sich der Trend, vom Arbeitsmarkt diktiert, fortsetzen. Gegenmodelle sind gefragt, denn sonst verpuffen alle Strategien für Mehrsprachigkeit wie Tropfen auf einer heißen Herdplatte. Die DAAD-Alumniveranstaltung setzt sich daher zum Ziel, unter den Studierenden, Schul- und Hochschullehrern/Innen, Wissenschaftlern/Innen, aber auch in der Öffentlichkeit in Italien ein Bewusstsein für das Potential der deutschen Sprache in (Aus)Bildung, Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen und Anreize für das Erlernen der deutschen Sprache in der Sekundarstufe I und II an italienischen Schulen und ein Studium an italienischen Hochschulen bzw. einen Studien- und Forschungsaufenthalt in Deutschland zu setzen. Mit Panelgesprächen, Expertendiskussionen, Vorträgen sowohl italienischer als auch deutscher Wissenschaftler und Vertreter der Wirtschaft will die Alumniveranstaltung das Potential der Wirtschafts- und Wissenschaftskooperation aufzeigen und die Kenntnisse über die Berufsaussichten und Arbeitsfelder, in denen Deutsch unverzichtbar ist, erweitern. Herausgestellt werden soll auch der EU-Gedanke einer plurilingualen Gesellschaft. Nachdem die Europäische Kommission und der Europarat ja das Jahr 2001 zum Europäischen Jahr der Sprachen ausgerufen und den 26. September zum Tag der Sprachen erklärt hatten, war doch das ehrgeizige Ziel der Kommission gerade eine Europäische Union, in der sich die Bürger zusätzlich zur Muttersprache in mindestens zwei EU-Fremdsprachen unterhalten und diese Sprachkenntnisse auch im Laufe des Lebens weiter ausbauen können.

Die nationale und internationale Stellung der deutschen Sprache

MORALDO, SANDRO
2010

Abstract

Die geplante DAAD-Alumniveranstaltung «Die nationale und internationale Stellung der deutschen Sprache» am 12. und 13. November 2010 in Mailand flankiert die jüngst vom Auswärtigen Amt gestartete Kampagne «Deutsch – Sprache der Ideen», der es unter anderem auch darum geht, so Guido Westerwelle, «den seit langem zu beobachtenden Abwärtstrend der deutschen Sprache im internationalen Vergleich zu stoppen». Ist die Vielfalt von Sprachen und Kulturen in der Gesellschaft erklärtes Ziel der Europäischen Union, so bedarf die italienische Fremdsprachenpolitik einiger Korrekturen. Kommt der Stein des monolingualen Fremdsprachenunterrichts erst einmal ins Rollen, würde sich der Trend, vom Arbeitsmarkt diktiert, fortsetzen. Gegenmodelle sind gefragt, denn sonst verpuffen alle Strategien für Mehrsprachigkeit wie Tropfen auf einer heißen Herdplatte. Die DAAD-Alumniveranstaltung setzt sich daher zum Ziel, unter den Studierenden, Schul- und Hochschullehrern/Innen, Wissenschaftlern/Innen, aber auch in der Öffentlichkeit in Italien ein Bewusstsein für das Potential der deutschen Sprache in (Aus)Bildung, Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen und Anreize für das Erlernen der deutschen Sprache in der Sekundarstufe I und II an italienischen Schulen und ein Studium an italienischen Hochschulen bzw. einen Studien- und Forschungsaufenthalt in Deutschland zu setzen. Mit Panelgesprächen, Expertendiskussionen, Vorträgen sowohl italienischer als auch deutscher Wissenschaftler und Vertreter der Wirtschaft will die Alumniveranstaltung das Potential der Wirtschafts- und Wissenschaftskooperation aufzeigen und die Kenntnisse über die Berufsaussichten und Arbeitsfelder, in denen Deutsch unverzichtbar ist, erweitern. Herausgestellt werden soll auch der EU-Gedanke einer plurilingualen Gesellschaft. Nachdem die Europäische Kommission und der Europarat ja das Jahr 2001 zum Europäischen Jahr der Sprachen ausgerufen und den 26. September zum Tag der Sprachen erklärt hatten, war doch das ehrgeizige Ziel der Kommission gerade eine Europäische Union, in der sich die Bürger zusätzlich zur Muttersprache in mindestens zwei EU-Fremdsprachen unterhalten und diese Sprachkenntnisse auch im Laufe des Lebens weiter ausbauen können.
Sandro M. Moraldo
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