Campobasso, M.G. (In stampa/Attività in corso). 2026. Literaturkiritsche Schriften. Stuttgart : Metzler.
2026. Literaturkiritsche Schriften
Maria Giovanna Campobasso
In corso di stampa
Abstract
Zwischen 1839 und 1863 sind mehr als 100 literaturkritische Schriften Friedrich Hebbels zu verzeichnen. Das Korpus recht heterogen und umfasst hauptsächlich Aufführungs- und Buchrezensionen, Artikel und Essays. Nahezu immer im Auftrag einer Zeitungsredaktion schreibt Hebbel unter anderem für das Morgenblatt für gebildete Leser, den Telegraphen für Deutschland, Europa, das Jahrbuch für dramatische Kunst und Literatur, die Presse, die Ostdeutsche Post, den Lloyd, die Österreichische Reichszeitung, die Illustrierte Zeitung und die Wiener Zeitung. Eine große Anzahl dieser Schriften setzt einen literaturtheoretischen Schwerpunkt, besonders zwischen 1839 und 1863. Diese Tätigkeit ist in Hebbels Leben nicht zweitrangig, und wird im Gegenteil mit der Zeit für ihn zum idealen Raum, um seine analytischen Fähigkeiten zu üben, offen zu den unter Intellektuellen diskutierten Themen Stellung zu beziehen und sich in den Augen des gelehrten Publikums als Kunst-Dramatiker weiter zu profilieren. Dies wird durch Hebbels festen Vorsatz belegt, eine Zeitschrift zu neuen Erscheinungen mit Emile Rousseau zu gründen, doch der Tod des Freundes lässt alles in Rauch aufgehen (W II, 1, S. 331), oder ein Band Kritiken über die ausgezeichnetsten Produktionen der gegenwärtigen Literatur herauszugeben (W II, 1, S. 293). Hebbels Auseinandersetzung mit kanonischen Texten zeigt schon in den frühen 30er-Jahren in den Tagebüchern sein Geschick in der Literaturkritik (z. B. T 114 und 136 aus 1835 und 1836). Von Anfang an setzt Hebbel eine präzise Vorstellung von der kulturellen Funktion des Kritikers durch, die über die Dimension der Geschmackserziehung hinausgeht und das moralische Amt hat, den zeitgenössischen Kanon zu definieren.File in questo prodotto:
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